Die deutschen geben im Durchschnitt immer mehr Geld für ihre Fahrräder aus. Das ruft auch immer mehr Langfinger auf den Plan. Für besonders teure und spezielle Fahrräder bietet die Hausratsversicherung in der Regel keinen Schutz. Will man sein hochwertiges Fahrrad aber gegen Diebstahl, Vandalismus oder Unfälle versichern kann eine spezielle Police abgeschlossen werden. Diese lohnt sich aber oft nur bei besonders teuren Bikes.

Deutsche greifen für ihre Fahrräder immer tiefer in die Tasche!

Jährlich werden in Deutschland rund 4 Mio. Fahrräder gekauft. Im Durchschnitt gibt jeder Käufer rund € 500,- dafür aus. Bei manch einem kostet das neue Gefährt aber auch schon mal so viel wie ein gebrauchter Kleinwagen. Dies können High-Tech Mountainbikes, Rennräder und E-Bikes sein. Wird diese gestohlen, ist der Schaden groß und die Hausratsversicherung deckt den Schaden nur zu einem festgelegten Prozentsatz was z. B. bedeuten kann dass diese nur bei einer Versicherungssumme von €50.000 nur ein Prozent für Fahrraddiebstahl übrig hat. Das wären dann nur €500,- Also nur einen Bruchteil des Wertes.

Fahrradversicherungen: Noch heute eine Seltenheit.

Nur wenige der hochwertigen Fahrräder haben eine entsprechende Versicherung was aber wenig verwunderlich ist, da der Markt an Fahrradversicherungen und Versicherungsdienstleistern der Branche überschaubar ist und anders als bei einem KFZ keine grundsätzliche Versicherungspflicht besteht und daher ein bisher ungeschädigter Fahrradbesitzer darauf kommt eine eigene Versicherung für sein Fahrrad abzuschließen. Das liegt unter anderem auch daran, dass die Hausratsversicherung eine Fahrradklausel in ihrer Police verankert hat, aber diese hat wie erwähnt deutliche Grenzen. Diese zahlt zwar wenn das Fahrrad in der Wohnung oder im abschließbaren Kellerraum untergebracht ist und bei Einbrüchen gestohlen wird, jedoch werden Fahrräder in den seltensten Fällen auf diese Weise gestohlen sondern auf der Straße.

Versicherung über Hausrat oder eigene Police?

Wird das Fahrrad auf der Straße oder in Gemeinschaftskellern abgestellt kann man die Hausratsversicherung um eine Fahrradklausel gegen geringen Aufpreis erweitern die eine höhere Deckungssumme zulassen jedoch auch Grenzen aufweisen. Zum einen kann man diese Deckung auf maximal 5% der gesamten Deckungssumme anheben zum anderen haben einige Versicherungsgesellschaften eine sogenannte „Nachtklausel“ welche die Deckung ausschließt, wird das Fahrrad zwischen 22.00 und 6.00 Uhr gestohlen sofern es sich nicht im Gebrauch befindet. Vor mutwilligen Beschädigungen oder Teileklau schützt die Hausratsversicherung ebenfalls nicht. So nehmen die Diebstähle einzelner Fahrradteile immer mehr zu, da diese sich besser verkaufen lassen als komplette Fahrräder.

Eine spezielle Fahrradversicherung schützt auch vor Schäden und Reparaturkosten!

Wer sein Fahrrad also vor Diebstahl, Unfall oder Reparaturkosten versichern will, kann dies abhängig von dem Leistungsumfang der Versicherung und dem Neuwert des Fahrrades zu unterschiedlichen Konditionen abschließen. Die Leistungen lassen sich individuell anpassen. Gerade bei E-Bikes lohnt sich eine Fahrradversicherung da der empfindliche Akku im Leistungsumfang mitversichert werden kann.

Viele Anbieter setzen aber ein hochwertiges Fahrradschloss voraus um die Haftung bei Diebstahl des Fahrrades zu übernehmen, die Rechnung von dem Fahrradschloss sollte man gut aufbewahren. Zudem bieten manche Versicherer einen Rabatt an wird das Fahrrad codiert. Eine Codierung erschwert dem Fahrraddieb das weiterverkaufen erheblich. Die Codierung ist nichts anderes als die verschlüsselte Adresse des Eigentümers und kann kostengünstig beim Fahrradhändler ausgeführt werden. Diese kostet etwa zwischen 15 und 20 Euro.